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Double bei Führerscheinprüfung

Ein bundesweiter Betrug bei Führerscheinprüfungen wurde durch Ermittler aufgedeckt. Ein 31-jähriger Mann, der als sogenannter Stellvertreter Theorieprüfungen bundesweit gegen Geld abgelegt hat, wurde wegen Führerscheinbetrugs nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Täter hat die Vergehen vor Gericht gestanden. Das Gericht wertete die Taten als organisierten Betrug im großen Stil. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nach geeigneten Stellvertretern wurde in Handychats gesucht. Und zwar nach solchen, die teilweise täuschend ähnlich aussahen. Teils hunderte Kilometer reisen diese – auch aus anderen Bundesländern – an. Aufträge wurden hin- und hergeschoben, auch wurde vorher teilweise gecheckt, welcher Prüfer im Einsatz ist. Manche Täuschungsaktionen wurden auch kurzfristig abgesagt. Die Ausweise der Kunden sollen bei geheimen Treffen an die sogenannten Stellvertreter ausgehändigt worden sein. Der 31-jährige, seit 11 Jahren in Deutschland lebende Mann hatte bisher keine Vorstrafen und war gut in die Arbeitswelt integriert. Lt. Gericht hat er teils organisiert, teils auch selbst für andere Prüfungen abgelegt. Der Betrüger war durch das Geld gelockt. Selbst als er bereits einmal aufgeflogen war, machte er dennoch weiter. Er muss nun 17.550 Euro aus den Taten zurückzahlen.

Bei der letzten Prüfung, bei der er als Doppelgänger fungierte, alarmierte ein misstrauischer TÜV-Prüfer die Polizei. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gesamtfreiheitsstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten gefordert. Das Gericht folgte mit dem Urteil der Forderung des Verteidigers.

Betrügernetzwerk
aufgeflogen.
Etwa 18 Verfahren gab es im Raum Heilbronn rund um die Betrugsvorwürfe lt. Staatsanwaltschaft. Bislang wurden 14 Haftbefehle erlassen. Die Verfahren laufen gegen die Vermittler, die Stellvertreter, Fahrschulinhaber sowie gegen diejenigen, die deren Dienste in Anspruch genommen haben sollen. Mehr als 179.000 Euro an Einnahmen sollen durch diese Stellvertreterprüfungen erzielt worden sein. Im Rahmen der Ermittlungen waren auch Betrugsversuche bei Sprach- und Einbürgerungstests aufgefallen.

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