Skip to content

Fahrschülern illegal zum Führerschein verholfen?

Die Staatsanwaltschaft wirft einer Fahrschule gewerbsmäßigen Betrug vor. U.a. gefälschte Therapiebescheinigungen und manipulierte Haarproben. Ermittler stellten bei Durchsuchungen Bargeld und Beweise sicher.

Eine Fahrschule im Kreis Herford wird verdächtigt, Ergebnisse der MPU (medizinisch-psychologischen Untersuchung) systematisch gefälscht zu haben. Sie soll mehr als 200 Kunden dazu verholfen haben, ihren Führerschein ohne reguläres Verfahren wiederzuerlangen und dafür mutmaßlich mittlere bis hohe vierstellige Beträge kassiert zu haben. Gegen zehn Beschuldigte ermittelt die Staatsanwaltschaft – unter anderem wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung und gewerbsmäßigen Betrugs. Eine approbierte Ärztin und ein Diplom-Psychologe seien unter den Beschuldigten.

Bei Untersuchungen von der Angabe zufolge 17 Orten, darunter die Fahrschule selbst, Praxisräume sowie die Wohnungen der Beschuldigten wurden Beweise und Bargeld sichergestellt. Es seien Therapien bescheinigt worden, die nicht oder nicht im angegebenen Umfang stattfanden.
Auch Haarproben sollen manipuliert worden sein, um eine Drogen- oder Alkoholabstinenz vorzutäuschen. Um dies zu bewerkstelligen, wurden farblich passende Fremdhaarsträhnen zur toxikologischen Untersuchung an ein Labor geschickt.

Die beteiligte Ärztin soll so getan haben, als ob sie die Haarproben nach einer Identitätsprüfung der Patienten selbst entnommen habe.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Beschuldigten auch wegen Steuerhinterziehung.

An den Anfang scrollen